Armenien - Kultur und Natur im Land Noahs

Armenien - das älteste, christliche Land im Kaukasus, liegt im östlichen Teil Kleinasiens, zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer, zwischen Mesopotamien und dem Fluss Kura. Das Armenische Hochland gilt nach wissenschaftlichen Forschungsergebnissen der letzten Jahrzehnte als ursprüngliche Heimat der indoeuropäischen Völker. Im Armenischen Hochland entspringen die Flüsse Tschoroch, Kura, Tigris, Euphrat, Araks und andere, zwischen deren Quellen sich laut der Bibel (Buch Genesis, 2 / 8-16) der Garten Eden, der Geburtsort von Adam und Eva, befand. Armenien ist von Gebirgslandschaften geprägt. Das Land liegt im Durchschnitt auf 1800 Metern Seehöhe. Es ist das älteste christliche Land mit einer eigenen Kultur, Sprache und eigenem Alphabet. Die christliche Tradition ist tief verwurzelt. Beeindruckende alte Klöster, Festungen zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Teil der Seidenstrasse verlief quer durch Armenien.

Reisedauer: 8 Tage / 7 Nächte
Nächster Reisetermin: Ende Mai - Anfang Juni 2019

Reiseverlauf

1. Tag: Jerewan / Hinflug

Linienflug mit Aeroflot (Abflug 11:30 Uhr) nach Jerewan via Moskau. Ankunft in Jerewan um 20:20 Uhr (3 Stunden Zeitunterschied). Empfang durch die deutschsprachige armenische Reiseleitung. Transfer zum Flughafen. Abendessen und Übernachtung in Jerewan.

2. Tag: Jerewan – Etschmiadsin - Jerewan

Etschmiadsin-Kathedrale
Etschmiadsin-Kathedrale
Kirche der Hl. Hripsime
Kirche der Hl. Hripsime

Nach dem Frühstück im Hotel fahren wir zum Zentrum der armenisch-apostolischen Kirche in Etschmiadsin.
Im Jahr 2001 feierte Etschmiadsin das 1700-jährige Jubiläum des Christentums in Armenien. Armenien war das erste Land in der religiösen Welt, dass das Christentum als Staatsreligion im Jahr 301 n. Chr. angenommen hat.
Neben den Kirchen der Hl. Hripsime (Weltkulturerbe) und der Hl. Gajane besichtigen wir die Hauptkathedrale, gebaut im Jahr 303. In Etschmiadsin wird die berühmte Reliquie-die Lanzenspitze, die Jesus getötet haben soll, aufbewahrt. Auf der Rückfahrt nach Jerewan besuchen wir die Ruinen der Palastkirche von Zvartnots aus dem 7.Jh. (Weltkulturerbe). Swartnots war über 300 Jahre ein religiöses Zentrum, bevor es durch ein verheerendes Erdbeben zerstört wurde. Mittagessen.
Nach der Rückkehr nach Jerewan starten wir gleich zur Stadtbesichtigung, und neben den wichtigsten Straßen, Plätzen und Zitadelle Erebuni, die noch in der vorchristlichen Zeit erbaut wurde, sehen wir die Gedenkstätte Tsitsernakaberd. Das ist ein Monument von nationaler Bedeutung. Dort wird an die Opfer des großen Völkermords an den Armeniern durch die Türken im Jahre 1915 gedacht.
Nachher sehen wir das Matenadaran (UNESCO-Weltkulturerbe), eine der größten Büchersammlungen der Welt. Das Museum beinhaltet die größte Handschriftensammlung Armeniens, ca. 16000 alte Pergament-Manuskripte in arabisch, persisch, latein, griechisch, japanisch und in vielen anderen Sprachen.
Übernachtung in Jerewan.

3. Tag: Jerewan - Chor - Wirap - Areni - Norawank - Goris

Norawank-Kloster
Norawank-Kloster

Nach dem Frühstück führt uns unsere Reiseroute in die südliche Richtung nach Chor-Wirap. Es ist eine der heiligsten Anlagen Armeniens, der bedeutendste Wallfahrtsort. In diesem Kloster war Grigor “der Erleuchter” 13 Jahre gefangen, bevor König Trdat III. von ihm geheilt wurde und das Christentum zur Staatsreligion machte. Kein Kloster in Armenien ist derart stark mit der Legende des heiligen Grigor verbunden wie Chor Wirap. Vom Kloster hat man einen spektakulären Blick auf den heiligen Berg der Armenier – den Ararat (5165 m), der heute auf dem türkischen Staatsgebiet liegt. Mittagessen.
Im bekanntesten Weindorf Armeniens - Areni - machen wir einen Stopp, um uns von der Qualität der trockenen Rotweine zu überzeugen. Im Weinkeller kosten wir den vielgelobten Elitewein, der weit über die Grenzen des Landes berühmt ist.
Weiterfahrt durch die enge Schlucht des Amaghu zu einem der schönsten Kloster Armeniens: Norawank.
In der Nähe der Ortschaft Goris besichtigen wir “Zorats Karer”, das alte “Observatorium” aus urgeschichtlicher Zeit. (die Analogie: Britisches Stonehenge). Es handelt sich um einen 7 ha großen Steinkreis mit mehr als 200 Steinstellen. Übernachtung in Goris.

4. Tag: Goris - Kloster Tatew - Selim Pass - Sewan (264 km)

Tatew-Kloster
Tatew-Kloster

Heute fahren wir zunächst zum Klosterkomplex Tatew (UNESCO-Weltkulturerbe), einem architektonischen Meisterwerk aus dem 10. Jh.. Unterwegs sehen wir die interessante Naturbrücke genannt Devils Bridge (Teufelsbrücke). Tatew war ein intellektuelles Zentrum, in dem zahlreiche Mönche, Kalligraphen, Philosophen, Musiker, Maler lebten. Im Mittelalter war das Kloster ein mächtiger Feudalbesitzer. Seit 2010 ist das Kloster über eine 5,7 km lange Seilbahn erreichbar. Mittagessen.
Über den 2410 m hohen Selim-Pass fahren wir weiter zum Sewansee. Bei der Selim-Karawansaraj machen wir Halt. Das ist die bekannteste Karawansaraj Armeniens. Sie bot Reisenden Schutz und Unterkunft und war die wichtigste Handelsstation auf diesem Teil der legendären Seidenstrasse. In Noraduz besichtigen wir den alten Friedhof, wo wir die frühmittelalterlichen Kreuzsteine sehen.
Wir übernachten heute im Hotel am Sewansee. Dieser Süßwassersee ist vulkanischen Ursprungs und liegt ca. 2000 m ü.d.M. Die Armenier nennen ihn “die blaue Perle”, denn er seine Farbe mehrmals am Tag verändert.
Ein Spaziergang entlang der Küste mit der Besichtigung des Sewan-Klosters (9. Jh.) rundet den Tag ab.

5. Tag: Sewan - Haghartsin Kloster - Dilijan - Haghpat & Sanahin Klöster - Gyumri (132 km)

Heute fahren wir in den Nordosten Armeniens zum Klosterkomplex Haghartsin aus dem 11.-13. Jahrhundert.
Der Weg dahin führt uns durch dicht bewaldete Berge. Das Haghartsin-Kloster besteht aus zwei Teilen: aus dem kirchlichen und dem weltlichen. Sehenswert sind die Hl. Maria-Kirche, die Kirchen des Hl. Stephanos und des Hl. Grigors und das Refektorium. Mittagessen.
Zwei weiteren klösterlichen Anlagen: Haghpat (11.-13. Jh.) und Sanahin (9.-12.Jh.), stellen die größte Blütezeit der sakralen Architektur im mittelalterlichen Armenien dar. Beide Klöster zählen zum UNESCO Weltkulturerbe.
Im Laufe des Nachmittags erreichen wir unseren Übernachtungsort Gyumri, die zweitgrößte Stadt Armeniens.
Übernachtung in Gyumri.

6. Tag: Gyumri - Amberd - Jerewan

Nach dem Frühstück und der kurzen Stadtbesichtigung in Gyumri fahren wir Richtung Aragatz, dem Hausberg Armeniens. Dort, auf der Höhe 2300 m, liegt Festung Amberd, bekannt als Festung des “eisernen Aschot”, einer der wenigen erhaltenen weltlichen Bauten aus dem 7. Jahrhundert. In Aschtarak, in einem Dorfhaus, lassen wir uns von den schmeckhaften hausgemachen armenischen Gerichten verwöhnen. Mittagessen. Anschließend fahren wir zurück nach Jerewan. Dort lassen wir uns die Gelegenheit den hervorragenden armenischen Kognak zu probieren nicht entgehen. Wir besuchen die Kognakfabrik, die im Jahr 1887 in Jerewan gegründet wurde. Die bekannteste Kognakmarke “Ararat” ist Exportschlager Armeniens. Die Weinbautradition blickt auf 3000-jährige Tradition zurück.
Übernachtung in Jerewan.

7. Tag: Jerewan - Garni & Geghard - Jerewan

Tempel Garni
Tempel Garni

Nach dem Frühstück fahren wir zunächst durch die tiefe Azat-Schlucht zum hellenistischen Sonnentempel Garni aus dem 1. Jh. n. Chr. Dieser Tempel diente den armenischen Königen der Arshakuni-Dynastie als Sommerresidenz. Es ist der einzige Tempel dieser Art, der in Armenien nach der Christianisierung erhalten geblieben ist. In Garni, bei einer gastfreundlichen Familie werden wir die armenischen Frauen beim Backen des traditionellen armenischen Fladenbrots – Lawasch – zuschauen und bei Wunsch auch mithelfen. Mittagessen. Anschließend fahren wir zum Kloster Geghard (UNESCO-Welterbe), das als “Höhlenkloster” bekannt ist. Der volle Name Geghardavank bedeutet Kloster zur Heiligen Lanze. Damit ist eine Reliquie gemeint, die der Apostel Thaddäus ins Land gebracht haben soll.
Rückkehr nach Jerewan.
Übernachtung in Jerewan.

8. Tag: Jerewan / Heimflug

Frühstück. Besuch der "Vernicage", einen Markt für traditionelles armenische Handwerk. Flughafentransfer. 14:50 - 21:25 Flug mit Aeroflot via Moskau nach Frankfurt (3 St. Zeitgewinn).

Detailliertes Programm und Preise auf Anfrage!
Ansprechpartner: Frau Kajzer Janna